Weblog 2003 - was mir so auffällt...
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Gefühle und rechte Hirnhälfte

27.3.03

   

 

FR von heute

 
   

"Die rechte Hirnh�lfte ist tats�chlich die "Gef�hlshemisph�re" des Zentralen Nervensystems. Wenn wir das, was andere uns erz�hlen, auf seinen Gef�hlsgehalt abklopfen, sind zwar beide Hirnh�lften aktiv.

Die linke analysiert dabei jedoch allein den semantischen Inhalt: Sie behandelt das Gesprochene dabei so formal und n�chtern, als handele es sich um einen Computerausdruck.

Die rechte Hirnh�lfte indes konzentriert sich auf den Sprechenden selbst und seine Laut�u�erungen: Welche Emotionen schwingen in dieser Stimme mit? Das rechte Hirn versieht das Geh�rte mit Gef�hl".



 
   

 

Auf der Suche nach weiterführendem Material stieß ich auch auf diese Seite von Werner Stangl

Den Typ kenn ich aus der virtuellen Welt...liefert interessante Beiträge, und seine Webseite ist so umfangreich, dass man Wochenlang keine Langeweile mehr hat (wenn man zum Beispiel zu den faulen Arbeitslosen gehört...)

zum Beispiel diesen hier:

 
   

www.stangl-taller.at/GAESTEBUCH/youdontfindhere.html

Hier führt er ein Projekt durch, das die Absurdität des Internets auf äußerst elegante Weise vorführt.

Er nimmt die Begriffe, die er in seinen referrern findet (das sind die Suchworte, die man in die Suchmaschinen eintippt), und schreibt diese wiederum auf die Seite, sodass sie das nächste Mal auch von den Suchmaschinen gefunden werden.

Niemals hat er einen dieser teilweise Hardcore-Begriffe selbst dazuerfunden. Sie kommen nur von seinen Besuchenden!

 

 
   

 

Jedenfalls, um aufs Thema zurückzukommen, schreibt er über diese neue Forschungsarbeit aus Gent:

 
   

"Die in popul�rwissenschaftlichen Ver�ffentlichungen h�ufig vertretene Meinung, da� vorwiegend die rechte Gehirnh�lfte an der Entstehung von Gef�hlen beteiligt ist, wurde von Guy Vingerhoets (Ghenter Zentrum f�r Neuropsychologie) und Mitarbeitern widerlegt"

 

 
   

 

Das bringt mich auf die Palme. Ich schreibe ihm:

 
   

Die Untersuchung widerlegt das mitnichten. Sie bestätigt es sogar.
Natürlich muss die linke Hirnhälfte auch mitarbeiten, wenn ein Satz gelesen wird. Aber um den Gefühlsgehalt zu erfassen und zu verarbeiten, kommt allein die rechte Hirnhälfte zum Zug.

Komisch: wie kann man das so unterschiedlich interpretieren?
Welche Gefühle spielen dabei eine Rolle??

Wieso ist populärwissenschaftlich = unwahr? wahrscheinlich aus der Sicht des Wissenschaftles ;-)
Ich jedenfalls habe damit praktisch schon viel machen können, mit dieser "populärwissenschaftlichen" Zweiteilung der Informationsverarbeitung im Hirn. zB bei Kunstkursen. Sehr wirksam sind da Methoden, die die linke Hirnhälfte mattsetzen. Auch bei anderen Workshops: bring die Leute auf die rechte Hirnhemisphäre und "alles wird gut" - nein, natürlich nicht, aber der Unterschied ist frappierend!

Interessant ist dabei auch festzustellen, mit welcher Vehemenz manche "Linken Hirmhälften" sich
ihrer Entmachtung widersetzen...

 

 

 

"Freistaat" Christiania steht vor dem letzten Gefecht

24.3.03

   


Dänemark will Hippie-Kolonie sanieren und vermieten

FR vom 24.3.2003

Die dänische Regierung will die Gebäude des Kopenhagener "Freistaats" Christiania mit rund 40 Millionen Euro sanieren. Anschließend sollen die Wohnungen vermietet werden. Das bedeutet nach Ansicht von Beobachtern das Ende des etwas anderen Lebens in der ehemaligen Kasernenanlage, die Hippies vor 32 Jahren besetzten.

Von Hannes Gamillscheg (Kopenhagen)

 

 

 

 

mehr zu Christiania, wo diese tollen Transportfahrräder gemacht werden...
<<<

 

 

chrstiania.org
Christiania

 

 

 

 

Paradies...

21.3.03

   

 

 

 

Adam und Eva, auf ihre alte Heimat blickend...

klick zum vergrößern

 

 

Meine Schwägerin in Tel Aviv... 2

20.3.03

     

(und das schrieb sie kurz vorm Angriff...)

 
   

stimmt es, dass in Jerusalem schon Gasmasken-Pflicht auf der Stra�e ist?

   
     

"hab ich noch nicht gehoert, aber zwingen koennen sie einem ja eh nicht, aber morgen sei die schule offen, aber die kinder muessen die schachtel mit dem maeskli mit-sich-tragen "

   

warst du zu dem Zeitpunkt da [1991]? mit Klebeband versiegelte R�ume und so? unvorstellbar.

   

 

 

"ich war damals mit amnon in einem verklebten raum, und nach-traeglich hat man darueber gelacht: klebe-band gegen raketen!!!! und jetzt kommt der gleiche kaese wieder zurueck.... gegen bio oder chemie wuerde es (vielleicht) nuetzen , aber man weiss ja nicht, was da kommen koennte...diesmal verkleben wir nichts... "

 
   

Und wir hier jammern...�ber Kinkerlitzchen...

   
     

"machen wir ja auch - aber ernsthaft, in baghdad ist die lage um x100 bedrohender, bei uns faellt (hoffentlich) kaum was - aber dort, ich waer krank vor angst."

 
   

gerade melden sie im TV dass draussen vor dem stadt-spital eine grosse "reinigungs-anlage" eingerichtet, und grosse mengen von tragbahren um patienten mit bio oder chemie"schmutz" reinigen zu koennen, bevor man sie ins spital zur pflege nimmt.... Lass von dir h�ren. Wir denken an dich! UEberall hoert man : this night - tonight or never///.... aber das wiederholt sich wahrscheinlich noch 1 paarmal von heute an. ich hab sicher-heits-halber mal 1 taesch-chen mit taschen-funzel, kl.batterie radio, handy, kaugummis etc. + gas-maske neben der tuere bereit-gestellt....

 

Englisch Unterricht...

20.3.03

   

 

...gibt meine Freundin an der Berufsschule, Techniker.

 

 

"...der hält 'ne Rede, dann schmeißt er Bomben, und dann legt er sich ins Bett, der Wichser... "

 

 
     

Sie ist vorbereitet: sie hat die Kriegsrede von heut Nacht um 5 Uhr früh aus dem Internet gezogen, vervielfältigt, und an der arbeiten sie dann.

 
   

als die Stunde um ist, können die gar nicht genug kriegen: "Machen wir das nächstes Mal weiter?"

   

 

Meine Schwägerin in Tel Aviv...

19.3.03

 

 

"ich versuche schon ziemlich lange heute abend zu telifonieren, bekomm' aber nur 1 besetztklingelen, das mir etwas verdaechtig toent.....sind wir etwa schon von der aussenwelt abgeschnitten? langsam aber sicher bekomm ich 1 ameisiges bauchgefuehl, habe sogar die versiegelte gas-maske aufgemacht (darf man nur im notfall!) + hab mich dann 1/2 std damit rumgeschlagen, bis sie +/- passt. wer sich vorstellt, man mache das zur zeit von einem bomben-alarm, ist mir ja voellig unklar. morgen werd' ich auch noam's maske anpassen - LUSTIGSTER-weise haben wir ja heute Fasenacht (masken + laervli!) - von der echten kostuemierung noam's schick ich 1 bildli (cheer-leader_) wenigstens hab ich in diesem haus hier einen normalen bunker, leider halt natuerlich nicht gegen gas, aber ich hoffe ja eh ,dass es nicht zu kritisch wird hier. Im letzten krieg 1991 schlugen ueber 30 raketen(?) ein, es ist 1 voellig verfluchte situation, sieht ja hoffnungs-los aus, + was sollte denn da draus wachsen, wollen die US alle Iraki nach Cuba bringen? gerade haben sie im SAT 3 gesagt, dass sadam sehr unberechenbar sei, aber was ist den bush? also dann......
herzlichst mit weichen knieen. "

 

 

Männerschweiß...

17.3.03

   

Studie

 

 

 

 

"M�nnlicher Schweiss hat nach Erkenntnissen von US-Forschern entspannende Wirkung auf Frauen. Zudem wirkten sich die Sekrete auch auf ihren Menstruationszyklus aus, schreiben die Biologen von der Universit�t von Pennsylvania. "

 

 

ziemlich alleingelassen...

17.3.03

   

 

bei uns sieht die Parteienlandschaft allmählich aus wie in den USA: zwei Parteien der Unternehmervertretung, keine ALternative.

 
   

FR vom 17. 3. 03

Von Stephan Hebel

 

 

 

 

"...Sie haben sicher geh�rt, dass die Steuerbelastung auch prosperierender Gro�unternehmen dank Hans Eichel gegen Null tendiert; dass Rot-Gr�n entgegen einem Wahlversprechen von 1998 die Verm�gensteuer nicht wieder eingef�hrt hat; dass es Modelle gibt, alle Einkommensarten in die Sozialversicherung einzubeziehen; dass man �ber sozial gestaffelte Rentenzahlungen oder Eigenbeitr�ge zumindest diskutieren k�nnte. Wer noch gut und sicher verdient, von all dem nichts h�ren will und mit dem Abw�lzen der Risiken auf die Schw�chsten einverstanden ist, wird Schr�der in der Sache folgen - auch wenn er wom�glich die Originale w�hlt: Westerwelle & Co. Wer aber daran glaubt, dass der Sozialstaat nicht von gestern ist, wenn man ihn modernisiert, wird sich ziemlich allein gelassen f�hlen..."

 
   


FR vom 17. 3. 03

Von Knut Pries

 

 
 

"...Ottmar Schreiner, warf Schr�der eine Verletzung "der Regeln der sozialen Symmetrie" vor. Die K�rzungen belasteten "ausschlie�lich die kleinsten und schw�chsten Einkommen", kritisierte Schreiner im FR-Interview. Die Wohlhabenden w�rden verschont. Das Programm schaffe keine Jobs und sei auch konjunkturpolitisch falsch..."

 
   


Auch in der "guten Zeit", als die Großkonzerne Riesengewinne einfuhren, schlug sich das nicht in mehr Arbeitsplätze nieder.

Wenn man die paar Faulenzer, die man, weil man sie evtl. im eigenen Umfeld sieht, heranzieht für die Richtigkeit des Konzeptes Konjunkturförderung auf Kosten der Armen, so verschließt man die Augen davor, dass es einfach strukturell nicht genug Arbeit gibt!

Dass Stellenabbau die Kurse in die Höhe treibt usw

 

 

Wer jetzt immer noch behauptet...

15.2.03

   

 

es gehe beim Iraq-Krieg nicht auch zum großen Teil um Öl, lese diese Artikel:

 
   

Die Gewinner des Krieges

telepolis spezial
vom 12. März 2003

Von Florian Rötzer

 

 

 

 

"Schon jetzt werden von der US-Regierung Verträge für
Wiederaufbauarbeiten im Post-Hussein-Irak vergeben, darunter auch an den
Konzern Halliburton, dessen Direktor US-Vizepräsident Cheney war und von
dem er noch immer Gelder bezieht "

 
   


BUSHS ÖL-BONANZA

Spiegel online
vom 11. März 2003
"Ekel erregend wie Arafats Unterhosen"

Von Jochen Bölsche

 

 
 

"Warum wollen die USA Saddam Hussein nicht nur entwaffnen, sondern partout entmachten? Nur nach einem Regimewechsel, zeigen US-Analysen, ließen sich die gigantischen Ölvorräte im Irak privatisieren und neu verteilen. Jene Ölkonzerne, die Bush den Weg ins Weiße Haus geebnet haben, spekulieren auf die größte Beute aller Zeiten: eine "Bonanza" im Wert von 2800 Milliarden Dollar."

 
         

 

so lange kann das dauern -

3.3.03

   

 

- und immer noch keine Lösung nach 70 Jahren!

 
   

Der Reichstagsbrand 1933

   

 

 

War es ein Alleintäter, oder waren die Nazis die Täter?

Am 26.2., dem Vorabend des Jahrestages des Reichstagsbrandes, gab es eine Sendung in SWR (kann ich ja leider nicht sehen, da keine Antenne ;-( ), die die nazitäterschaft belegen will.

Links zur Kontroverse:
Historikerforum

Einschätzung von Martin Moll, Historiker aus Graz
Gegenmeinung: Die Welt
Nachrichtendienst für Historiker

 
   

Anschlag auf die WTC-Türme in New York

 

 
 

Verblüffend, die Parallelen.

Immer wieder gibt es Bücher und Artikel, die fragen, ob die CIA nicht sehr weit ihre Finger im Spiel hatte.
Warum ein solcher Verdacht durch ausführliche Untersuchungen nie ausgeräumt wurde.

Ob wir jetzt weitere 70 Jahre warten müssen, um die Wahrheit zu erfahren?

Links zur Kontroverse:
WTC Conspiracy (telepolis)
Andre Hammon, dazu am Ende seine Linkliste mit zB diesen analysierten Bildern

 
   

und was ist mit den Revisionisten?
Wenn man so die Quellen im Internet studiert, kann man jede noch so abstruse Theorie bis in alle Einzelheiten belegt finden...

   

 

 

c't frauenfeindlich die Zweite

3.3.03

   

 

c't 5/2003 hat das Thema "Frauen im IT-Bereich" nun immerhin schon mal ins Editorial genommen...
(siehe "c't mit billiger Anmache" weiter unten)

   

ob das der Ort ist, an dem wir "abgehandelt" werden sollten?

 
     

Meine Antwort an Herrn Grell:

   

Hallo Herr Grell

nun haben Sie es also so weit geschafft, das Thema "Frauen im IT-Bereich" zumindest zu verwursten...jedenfalls einen Aspekt herauszugreifen, der immer wieder angeführt wird: dass Männer eher am Computer spielen, Frauen eher seriös was bewerkstelligen wollen. (dass Computerspiele keine oder kaum weibliche Interessen bedienen, haben Sie tunlichst auch vergessen zu erwähnen. Vielleicht könnten Sie sonst bei den Lan-Parties und
online-Spielen mehr Frauen treffen?)

Alle anderen Apekte haben Sie fein unter den Tisch fallen lassen, ja, sogar abgeleugnet: "Ich habe bisher weder im wissenschaftlichen noch im menschlichen Umfeld eine Theorie gefunden, die gleichermaßen fundiert wie überzeugend ist."

Das finde ich ein starkes Stück! Wir servieren Ihnen Fakten auf dem Silbertablett...offensichtlich wollen Sie nicht wirklich etwas für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis im IT-Bereich tun.
Jedenfalls nicht, solange es Sie eine Veränderung "kostet".

Ich fordere Sie nochmals auf: lassen sie mal jemand sprechen, die dazu was zu sagen hat - aus dem wissenschaftlichen Umfeld! die die dazugehörige Theorie überzeugend darlegen kann! Auch die von Ihnen als wenig fundiert bezeichnete des "Mannes als Spielkind"...
Zeigen Sie Ihre Ernsthaftigkeit!

 

 

schöner kann man Gedichte nicht lesen...

25.2.03

   

 

mit Musik von Holger Münzer

   

Erich Fried

Der Beobachter

Der wahreTod
hört auf die falschen Namen
die wir einander geben
und freut sich an unserem Eifer

Wenn wir sagen wir schützen den Frieden
kommt er uns näher
wenn wir sagen wir wollen wachsam sein
hebt er den Kopf

Wenn wir von Recht reden
liest er unsere Lippen
wenn wir von Pflicht reden
zählt er unsere Zähne

 

� 2001 Holger Münzer

 

Webdesign jenseits des Webseiteneinerleis

15.2.03

   

 

Entdeckung!

 
   

eine wie ich!

   

 

 

oder darf man das so nicht sagen?

 
   

ob sie damit Erfolg hat? muss sie mal fragen...

 

 
  Ulrike Stehling  
         

 

mehr und mehr Anzeichen für einen Zusammenhang: Für Irak - gegen Israel

15.2.03

   

 

alles nicht so eindeutig

   

Todenhöfer war mal rechtsaußen und ein Freund der fundamental-islamistischen Mudschaheddin. Von deren Gedankengut hat er sich meines Wissens nie distanziert. Die Zeit zieht er heran, sich als Kenner Afghanistans auszuweisen.
Heute sitzt er in vielen Talkshows und ist bei den "Kriegsgegnern" beliebt als Redner.

 

 

 

was soll man da denken??

   

Wollte mal nachsehen, was Island in dieser Frage so macht:
Die Regierung hat eine nach jeder Richtung offene Erklärung abgegeben.

 

   

 

Dann stieß ich auf Elías Davidsson. Mir fielen 2 Dinge auf:

   

1. Er ist gegen einen Angriff auf Irak

2. Er schreibt auf der Seite www.aldeilis.net/jus/edil.htm über

- Verstrickungen Yitzak Rabins in die Vertreibung der Palästinenser zu Beginn des jüdischen Staates Israel 1948

- das - seiner Ansicht nach nicht vorhandene - Recht eines Staates auf Existenz:

"...that there is neither an obligation by states to recognize the right of existence of other states nor does any state possess any such inherent right. The demand by the State of Israel to be recognized reflects the shaky legitimacy it possesses under international law."

 
     

geht man eins aufwärts, und liest bei "Palestine", geht es weiter. Zwei Autoren werden genannt: Said Hammami und Naim Khader. In Klammern "palästinensische Märtyrer"

 

Aha, denke ich, das sind Selbstmordattentäter.

 

   

 

Jetzt schlage ich aber die Namen nach: es sind vom Linksextremisten Abu Nidal ermordete PLO-Führer im Ausland.

   

siehst du, denke ich, da biste wieder zu schnell gewesen.

 

   

 

Trotzdem, in den Artikel von Hammami musste doch zumindest mal reingucken.

   

"...I do not have the least doubt that so long as the Zionist doctrine remains dominant in the minds of the Israeli leaders and dictates their racialist, expansionist and oppressive practice, armed struggle will remain the only way for it has no substitute."

 

   

 

Elias Davidsson ist 1941 in Pal�stina geboren und Sohn j�discher Fl�chtlinge aus Deutschland. Seit 1962 lebt er in Island.
Seine Laufbahn ist bemerkenswert...

 

Israel und Palästina - Ursache des Konfliktes

15.2.03

 
   

 

sollte man immer mal wieder rekapitulieren

 
   

Palästina wurde von den Engländern zweimal verteilt:

   

 

 

1916 Sykes-Picot-Abkommen

 
   

Frankreich und England teilen das palästinensische Gebiet unter sich auf.
Vorher erhielten die nach Unabhängigkeit "dürstenden Araber" britische Zusagen für eine Unterstützung der Selbständigkeit, wenn sie während des Krieges den Briten Unterstützung im Kampf gegen die Türken gewährten.

 

   

 

1917 Balfour - Deklaration

 
   

Sie widersprach dem Sykes-Picot-Abkommen und verbreitete Hoffnung f�r die Zionisten auf einen unabh�ngigen Staat

   
   

link >>>

 

 

 

Kleine deutsch-schweizerische Verständniskunde Teil 2

1.2.03

 

 

Also, die Plakate sind gedruckt und aufgehängt!

 

 

Es gibt keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern mehr - so die Theorie.

In der Praxis aber lassen sie sich nachweisen.

22.1.03

 
 

 

 

wie zB in der Doktorarbeit von Petra Zahrt, die der Frage nachgeht: "Gibt es stereotype Geschlechterbilder in zeitgen�ssischen journalistischen Reportagen und wenn ja, wie sehen sie aus?"

 
   

"M�nner sehen Frauen an. Frauen beobachten sich selbst als diejenigen, die angeschaut werden. Dieser Mechanismus bestimmt nicht nur die meisten Beziehungen zwischen M�nnern und Frauen, sondern auch die Beziehungen von Frauen zu sich selbst. Der Pr�fer der Frau in ihr selbst ist m�nnlich � das Gepr�fte weiblich. Somit verwandelt sie sich selbst in ein Objekt, ganz besonders in ein Objekt zum Anschauen � in einen �Anblick�."

 

 

 

c't mit billiger Anmache

19.1.03

 

In der neuen c't, Nr. 2/2003, wird über TV-Karten berichtet. Wie immer in diesem besten aller Computermagazine qualifizierte Berichte und Tests, aber dann, S.114: als Beipielbild ein Fernsehbildschirm mit einer Darstellung, die mal wieder die Frau als Sexobjekt "verschönt".

 
     

Das sei ein alter Hut? darüber könne man sich nicht mehr aufregen?

 

Warum eigentlich nicht? weil es uncool sei?
Geändert hat sich nicht viel. Die Mädchen wollen immer noch Arzthelferin oder Frseurin werden.

 
     

Wie konnte es nur so weit kommen, dass es nur so wenig Frauen in den IT-Berufen gibt?
Zu Anfang der Entwicklung von Computern in den 40ern war Programmieren Frauensache, mit entsprechendem Image. Als Software dann wichtiger wurde als die vorher dominante Hardware, sank gleichzeitig die Bedeutung von Frauen in diesem Bereich (die können das technische Zeug doch nicht).

   

Ich habe mal nachgezählt, wer da so mitmacht bei der c't:

  • Es gibt 4 Chefredakteure und stellvertretende Chefredakteure. Darunter ist keine Frau
    = 0 %

  • 11 leitende RedakteurInnen, davon 1 Frau
    =9 %

  • 49 RedakteurInnen, davon 3 Frauen
    = 6 %

  • 2 Redaktionsassistentinnen, beides Frauen
    = 100%

  • 9 technische AssistentInnen, davon 1 Frau
    = 11 %

  • 18 ständige MitarbeiterInnen, davon 2 Frauen
    = 11 %

   

Ich habe mir mal auf einer Messe softimage vorführen lassen, d a s 3D-Tool. Die Männer haben mich bald nicht mehr beachtet, und ihr Lieblings-Demo-Objekt auf den Bildschirm geholt. Natürlich so ein Sadogirl, mit herausgearbeiteten sekundären Geschlechts-merkmalen...dass ich noch da war, hat die gar nicht mehr interessiert...

 
     

Wenn man bereit ist, sich durch die wissenschaftliche Sprache des Artikels oben von Britta Schinzel zu quälen (jaja, man muss so schreiben, um ernst genommen zu werden...), findet man sehr gute Analysen, wo genau die Informatik die Geschlechtsrollen in ihre Strukturen und Kulturen "einbäckt", welches die strukturellen Gründe sind, die Frauen von höherqualifizierten Positionen in den IT-Berufen ausschließen, zB Seite 11. Wichtig auch S. 23.

Jetzt ist es mir aber zu spät, um noch eine kleine Zusammenfassung in populärer Sprache zu verfassen...

 

 

Kleine deutsch-schweizerische Verständniskunde

19.1.03

 

 

 

Ich frage Mark, ob wir für unsere Ausstellung nicht noch ein paar Plakate machen sollten.

   

Antwort (langsam, bedächtig, dunkel, leise, Schweizer Dialekt): "Das wär vielleicht zu überlegen, ob man das machen könne"

 

     

Ich: Was bedeutet es auf deutsch, wenn ein Schweizer sagt, es wäre vielleicht zu überlegen dass man das machen könne

   

Antwort (schnell, abgehackter Rhythmus, spitz, laut, leicht gefärbtes Hochdeutsch): "Gute Idee! Toll! Das machen wir!"

 
     

Ich: Da bin ich ja beruhigt

   

"Das heisst aber noch lange nicht, dass das dann auch gemacht wird..."

 
       
 

und Alex Capus heute im Schweizer Ferhsehen, der Autor, im Streitgespräch mit dem österreichischen Autor Franzobel; über das Verhältnis von Schweizern zu Deutschen: (sinngemäß)

 
   

Wir fühlen uns den Deutschen ja immer ein bisschen unterlegen, sie sind so tüchtig, und dann die Sprache.
Ein Deutscher kann aus dem Stegreif einen Diskurs anfangen, ein Schweizer kann das nicht, sich eine Meinung mal so probeweise überstreifen. Er fasst einen Gedanken, dann schläft er nochmal zwei Tage drüber, bis er es dann wagen kann, ihn zu äußern.
Einfach aus dem Stand über ein Thema sprechen wie die Deutschen - aber im schriftlichen Ausdruck, da gibt es keine Unterschiede.

 
     

Jetzt lese ich, er ist gebürtiger Franzose - ob er das deswegen so pointiert wahrnehmen und beschreiben kann?

     

 

 

Das Neue Jahr

 

3.1.03

fängt die FR an, wie sie das Alte aufgehört hat: mit einer "Todesanzeige!

 
   

Wir finden das denn doch sehr karg.

Das war 2002 >>>

Gertrud Schrenk
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