Weblog 2009 – was mir so auffällt...

 

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über-sexy

15. Dezember 2009

the word is everywhere! what does it mean?

mein Font-newsletter von myfonts (doch, ausnahmsweise abonniere ich mal SPAM ;-) wird ein Kunde aus Indien so zitiert:

 

 

in this time of über-sexy

oh da gibt es ja jede Menge an uber-Worten ;-) also ein buzzword maker... zB „Über sausy“ urbandictionary >

 
 

da werde ich mal meine uber-super Suppe genießen...

Heiðarleiki – Ehrlichkeit

9. Dezember 2009

Danach folgen die Werte Gleichheit, Respekt und Gerechtigkeit.

Island macht es vor: das ist es, was die meisten Menschen im Grunde wirklich wollen. Sie gehen davon nur ab, wenn man sie zwingt – dass sie zB sonst keine Arbeit haben, oder andere existenzielle Sorgen.

Maurathufan

þjòðfundur 2009

Was ist daran so schwer? Es ist genetisch bedingt, Altruismus hat sich evolutionstechnisch herausgebildet, weil es die Art erhält, wenn man auch mal an das Gesamte oder an die anderen denkt.

Endlich!

8. Dezember 2009

Rehabilitierung des Ornaments

Richard Wright gewinnt den Turner Preis mit Wandornamenten in Blattgold!

 

 

Wright gold Ornament Turner Preis 2009

Nach dem Ornament, mit der von mir kuratierten, so erfolgreichen, vorausschauenden ;-) Pattern Project Ausstellung 2006 jetzt auch noch mein zweites künstlerisches Lieblingsthema, das gemeinhin, wie Ornament und Kunsthandwerk, als Kitsch abgetan wird: Gold!

 
 

Ein schöner Tag heute...

NOIN

6. Dezember 2009

Die Hamburg – Jungbusch – Connection

Not In Our Names

 

 

Wright gold Ornament Turner Preis 2009 Trendy, Teuer, Langweilig

und immer wieder Porno

4. Dezember 2009

ihr wollt Bilder, gell? nix gibt's!

Pornoproduzenten wollen natürlich immer wieder diese "These" widerlegen:

 

 

„nicht nur in der Werbung, sondern auch in der Kleidung von Frauen und Mädchen, werde die Ästhetik aus Pornofilmen übernommen, und Männer balzen mit entsprechenden Codes. Damit gehe eine Degradierung und Entwürdigung der Frauen einher, die so erneut als willfähriges Objekt dargestellt werden.“
telepolis: Pornos und kleine Lügen 10. Sept. 2009

Glaub keiner Studie, die du nicht selbst interpretiert hast...

 

 

Mal wieder Studien, die belegen sollen, dass

1. alle Männer Porno gucken

2. die meisten Frauen auch

3. das niemandem schadet

zu 1. und 2. haben wir die nette Studie, die - ein Pornoproduzent in Auftrag gegeben hat!
telepolis: Pornos und kleine Lügen 10. Sept. 2009

Die Interpretation der Ergebnisse kann man absehen, und selbst ein Männermagazin wie telepolis beanstandet das: „Daraus ließe sich nämlich auch ein Bild zeichnen, das dem gefälligen Porno-Nutzer-Image, wie es präsentiert wird, nicht mehr richtig entspricht: Dass Frauen Pornos anschauen, weil der Partner das will.“ (letzte zwei Absätze)

 
 

zu 3., noch hanebüchener, wird eine Studie veröffentlicht, die sich auf sage und schreibe 20 Studenten stützt! „Auf die Sexualität der Männer, so Lajeunesse, scheinen Pornos keinen negativen Einfluss auszuüben: "Keiner der Befragten hatte eine pathologische Sexualität. Alle ihre sexuellen Praktiken waren ganz gewöhnlich." Und er geht davon aus, dass Pornografie auch nicht ihre Wahrnehmung von Frauen oder ihrer Freundin verändert habe. Die Wirklichkeit bricht die Fantasie, die Männer würden auch nicht wollen, dass ihre Partnerin wie ein Pornostar aussieht.“

telepolis, Alle Männer schauen Pornos, 2. Dez. 2009

20 Probanden, da muss man eigentlich nciht weiterlesen. Dann, inwieweit entspricht es der Wahrheit, was diese antworten? Nicht nur, dass sie einfach lügen; oft ist es ja gerade das Nichtwissen, das Nicht-Wahrhabenwollen des eigenen Sexismus, der den Fortschritt in Sachen Gleicherechtigung so schwer macht. Machos würden niemals zugeben, dass sie Frauen niedriger bewerten...

 
 

Und wenn diese 20 behaupten, sie wollten nicht, dass ihre Partnerin wie ein Pornostar aussieht, ist das auch schlicht gelogen. Oberweite zählt am meisten, gepusht am besten. Guck sie dir doch an, die ganzen jungen Mädchen, wie sie sich kleiden, wie sie posieren! Noch nie in netlog oder Vergleichbares geguckt? Alle Fotos von Mädchen sind dort nuttig! bei den Jungs fast nie, die achten mehr, ihr Sixpack (ob vorhanden oder nicht) bestmöglich zu präsentieren... oder die Musik Clips, ohne Frauen mit simulierten Geschlechtsverkehrsbewegungen geht da nix, und Männern, die cool dabei gucken

achso, die Mädchen machen das, weil sie das wollen! weil sie ihr Körpergefühl genießen! HAHAHA! Sie machen es, weil es immer noch sehr verbreitet ist, dass Frauen oder Mädchen sich von außen sehen: wie wirke ich, und insbesondere, wie wirke ich auf Jungs. Wer ich bin, ist uninteressant. Die richtige Schamhaarfrisur ist entscheidend (meist gar keine Frisur, sondern nackt), da darf auch nichts riechen, die erlaubten Geräusche sind vorgegeben und die Choreographie der sexuellen Handlungen festgelegt.

Von einem gemeinsamen Spiel, von Entdecken der eigenen Sexualität ist da nichts!

 

Schöner Mann schöne Frau

hier mal eine Darstellung, wo der Mann mehr Haut zeigt als die Frau, und auch sonst ein paar Klischees unterlaufen werden...

Wir sprechen von Pornos, wie sie im Internet gezeigt werden, oder in billigen Filmen: immer das gleiche, alles glatt, steril, keine Haare, sauber, klinisch

Wir sprechen nicht von guten interessanten Pornos, die den Menschen einbeziehen, die die Sexualität als Teil der Persönlichkeit zeigen, untrennbar verbunden mit Gefühlen.

Ein Porno ist dann ein Porno im negativen Sinn, wenn er eben diese Trennung vollzieht.

Achja, das alte Lied: Männer können Sex und Gefühl nicht verbinden und daran hat sich nichts geändert. Die meisten wissen gar nicht, was wirkliche Sexualität ist. Sie können gar nicht, wenn Nähe das ist! Das erlebe ich immer, und es wird auch direkt so geäußert...

 
 

ARME MÄNNER!!!

Bürgerfreundliches Mannheim

18. November 2009

doch ich mein's ernst!

 

Es ist Herbst. „Der Sommer war sehr groß ... Die Blätter fallen, fallen wie von weit“

und ich warte. habe sie den ganzen Sommer vermisst.

 
 

Endlich! Es ist schon fast Mittag, und sie klingen verschämt, sie werden nur kurz laufen gelassen, um sie gleich wieder in den Leerlauf zu versetzen – ich habe sogar den Eindruck, sie hätten jetzt die teureren, schallgedämmten! Laubsauger...

mein clip von Weihnachten 2006, als sie morgens um halb sieben loslegten, ist ein Hit – sollte es wirklich damit vorbei sein? Sollte die Stadt mein (und anderer Bewohner) Flehen erhört haben??

Ich sehe Männer mit Laubrechen hantieren...

hier noch was dazu >>

 

sie hat mich auch anderweitig erhört: unser Papiermüll wurde nicht geleert. Ich maile und rechne nicht damit, jemals etwas zu hören. Mails verschwinden im Nirwana... da ruft doch tatsächlich der Zuständige auf der Abfallwirtschaft an! Wir besprechen die Sace, er verspricht, sich darum zu kümmern (jou, denke ich)

und was ist? Beim nächsten Termin werden die Papiertonnen heausgeholt und geleert, und seither nie wieder vergessen! Ich bin sprachlos. Man rechnet ja überhaupt nicht mehr mit sowas...

 
 

oder das Grillfeld hinten den Neckar raus: einfach völlig unaufgeregt ein paar Schilder und Mülltonnen aufgestellt, die Wiese gemäht, ein Baum stheht da – fertig! hier dürfen die Leute einfach das tun, was sie einfach gerne tun wollen – ohne erzieherische Maßnahmen, ohne Aufpasser... ich habe leider nice die Kamera dabei, wenn ich dahinten joggen gehe, ich wollte die lagernden Menschen immer mal fotografieren.

Es ist vielleicht ein bisschen weit weg und wird deshalb nicht so angenommen, vielleicht braucht es aber auch seine Zeit – nee ich will jetzt nich mäkeln...

Facebook und so

8. Oktober 2009

ich will auch mal was dazu sagen

 

Nie hatte ich accounts in sowas. Netlog mal eine Zeitlang gefakte, so, dass mich bestimmt niemand erkannte (aber manchmal muss man da rein kommen, wo nur „Freunde“ hinkönnen...).

in wkw hat mich mal einer eingeladen, da bin ich fast ausgerastet – aber gottseidank musste ich erst zustimmen, sie können eine nicht einfach reintun.

 
 

Facebook käme beruflich in Frage, dafür nutzen das viele Firmen. Beruflich bin ich sowieso präsent; privat auch (wie man hier sieht, HAHAHA), aber doch nicht mit Tagesablauf und vor allem, nicht mit Kontakten, die jeder sehen kann

Was daran so schlimm sei? „Ich geh doch nicht unter meinem eigenen Namen rein“ ist eine beliebte Ausrede.

 
 

Zu all den Untersuchungen, in denen sie Leute finden aus nur 5 zusammengeführten Aktivitäten, ohne Namen oder andere identifizierende Fakten: heute in Zeit Online gelesen, als Kommentar auf den Artikel „Wir von der Casting Allee“:

„neulich hab ich ein mädel kennen gelernt im infinity und die hat mir nur ihren vornamen gesagt und was sie studiert und ein kumpel und ich ham sie dann trotzdem gefunden. das ist schon geil.“

das sagt der, nach Lesen des Artikels, so ganz naiv und unbedarft...

 
 

Inzwischen wird ja diese merkwürdige Offenheit im Umgang mit persönlichen Daten überall thematisiert und kritisiert – aber die Sachen stehen jetzt schon drin, auch wenn die Leute anfangen, ihre accounts zu löschen – archiviert bis fast in alle Ewigkeit...

Apartheid im Jungbusch

 

27. September 2009

Heute: Studis übernehmen den Jungbusch, Familien gucken in die Röhre

Mitten in der Nacht“ ist ein Event, das Mannheim attraktiver machen soll – für die Clubszene... ja meinetwegen, aber warum wird schon im voraus Stress gemacht, wenn eine winzige türkische Shishabar in der Jungbuschstraße öffnet – man befürchte Lärm von Jugendlichen, die davor auf der Straße stünden!

 

Teufelsbrücke Mannheim

Frag mich mal, weiviel Hundert Studierende gestern Nacht auf der Straße standen und laut grölten palaverten... und das nicht nur bei dem zweimal im Jahr stattfindenenden Partyereignis. Das kannst du jedes Wochenende erleben. Und weniger wird das bestimmt nicht, wenn jetzt die vierte Studikneipe in meiner Straße öffnet! (Übrigens war bei den gestern bei „Mitten in der Nacht“ teilnehmenden ca. 15 locations im Jungbusch keine einzige Unterschichtkneipe dabei!)

Aber man will ja integrieren. Was für alle Bevölkerungsteile tun. Man macht Multikulti Konzerte, organisiert vom Quartiermanagement. Das heißt Weltmusik – tut mir leid, geh mal hin – du triffst ausschließlich eine Klientel: Bildungsbürger. Die meisten von außerhalb.

Ein einziges Konzert stach da heraus. Die Romani Gila. Eine Romaband trat auf, und alle kamen! Leute, die man sonst nicht draußen sieht, versammelten sich, es war ausnahmsweise mal Stimmung und Ausgelassenheit und Fest... es geht! wenn man will!!

geh mal in den Koordinierungskreis, dort sitzen ein bis zwei Bewohner, von denen null bis einer aus der Unterschicht. Der Rest sind Beamte und andere Mitarbeitende öffentlicher oder privater Einrichtungen und Firmen. Auch diese keine Unterschicht.

 

Das ist aber die vielbeschworene preisgekrönte Bevölkerungsbeteiligung!

Familien ziehen weg, weil sie keinen günstigen Wohnraum mehr finden. Aus Studis kann man eben mehr rausholen.

 
 

Die Kreativwritschaft soll angezogen werden. Jou, ich habe ja selbst eine große Wohnung, in der eine große Familie Platz hätte!

Dennoch lebe ich nicht getrennt von der ansässigen Bevölkerung, wie die meisten Bildungsbürger hier. Sie sind meine Freunde, und der Kontakt ist gut. Ich freue mich über dieses Stück Heimat, das ich hier gefunden habe!

Nobody knows

 

13. September 2009

the trouble I've seen

 

Schönes Haar ist dir gegeben

7. September 2009

alles essig oda was

 

google doodle tetris

du probierst alles aus: von Asia glatt über ultra hair repair, du nimmst gleich die ganze Pflegeserie –

 
 

das Teuerste wirkt gar nicht, und das ein oder andere für kurze Zeit.

Bis dir deine Friseurin, nein, keine professionelle Haarkur aufschwatzt (gibt es sowas noch), sondern sagt, dass es auch am Kalk im Wasser liegen kann...

 
 

Es ist unglaublich, dass man das vergessen kann. Ich weiß doch genau, dass man bei richtigen Wollpullis ins letzte Spülwasser etwas Essig gibt! ist doch das gleiche Material, das wir auch aufm Kopf haben...

Also schnell mal bisschen Essigessenz in eine Flasche mit Leitungswasser getan und am Schluss nach der Haarwäsche über den Kopf gekippt – und die Haare sind perfekt! ohne Spülung, ohne Fönlotion ohne... ohne ... – dafür locker, duftig glänzend, seidig...

 

Zwangsheirat

15. August 2009

gibt es in den besten Kreisen

Königliche Zwangsheirat Werkzeug

Es gibt ja viele Ansichten darüber, was denn Zwangsheirat sei...

... ich rede mal nur davon, was man hier so erlebt, im „Ghetto“ Jungbusch ;-) und wie so eine „Zwangsheirat“ hier aussieht.

Jungbusch

Damit nicht die Falschen sich das jetzt wieder anziehen: siehste, usw – was ich im Folgenden beschreibe, sind Ausnahmen, und diese gibt es.

Genauso wie es bei deutschstämmigen Diskriminierung von Frauen gibt (fast 20% weniger Gehalt für gleiche Arbeit bei gleicher Eignung und Vorbildung!! und wie oft ich schon nicht aufgestiegen bin, weil ich nicht mit den entsprechenden hochstehenden Herrn – na – was wohl...; und Ehrenmorde, genau so ein Thema – wieviele Herren der Schöpfung glauben auch deutschstämmig im Recht zu sein, wenn sie aus Eifersucht Ehefrauen, Freundinnen und andere Leute mit eigenem Lebensentwurf meinen umbringen zu dürfen – das kennen wir nur zu gut, deshalb fällt uns das weiter nicht auf; Familiendrama heißt das dann. Ehrenmord ist exotisch, klingt rückständig und archaisch und steht außerhalb unserer Denkwelt – da kann man dann gern die eigenen Fehlleistungen hineinprojizieren)

Zurück zu sog. „Zwangsheiraten“

 
 

Wir nehmen als Beispiel einen Jungen, denn das wird meist übersehen beim Thema Zwangsheirat: dass das für den Jungen genauso schrecklich ist wie für das Mädchen.

Er soll nun verheiratet werden.
Warum?
Dafür gibt es verschiedene Gründe:

 
 

Der Junge tut nicht gut, hat keine Zukunft, die Eltern wissen nicht, was sie mit ihm anfangen sollen. Eine Heirat wird ihn, der im Herzen noch ein kleines Kind ist, zum Erwachsenen machen! und/oder:

Die Eltern geben einfach die Verantwortung ab. Wenn er verheiratet ist, haben sie keine Verantwortung mehr. und/oder:

Die Tradition (unverheiratet geht nicht).

Der Junge kann nicht nein sagen. Er müsste sich von seiner Familie vollkommen trennen – das geht nicht, er würde sterben.

Natürlich geht da nicht irgend ein Mädchen, das ihm gefällt! Eine aus der gleichen Kultur muss her (zB Royal bei den Windsors). Wir suchen also so eine.

 
Hochzeitskleider

Das Mädchen ist happy; eine tolle Hochzeit wird ausgerichtet, und einmal im Leben darf sie Prinzessin sein! Der Mann liegt ihr zu Füßen...

Nur Pech, dass die Chemie zwischen den beiden nicht stimmt... Da hilft kein Bemühen – wenn man sich nicht anzieht, kann es nicht funktionieren. Von wegen, die Liebe wächst dann schon. Es gibt natürlich Fälle, wo es dann zufällig bei einer „Zwangheirat“ auch chemisch stimmt, aber das sind Ausnahmen.

 
 

Die Situation spitzt sich nach kurzer Zeit zu. Der Mann wird widerlich, außerdem hat er natürlich jede Menge anderer Frauen, oder er geht weiter zu seiner Geliebten.

Psychische Probleme bei der Frau (Diana hatte Esstörungen, sie litt unter Bullimie und Depressionen), beim Mann zumehmendes Trinken und Gewalt, bei Charles dann eher Abdriften in eine andere Welt

Diana with eating disorders

 

Wie lange das gut geht, hängt von der Strenge des Umfeldes ab. Es geht einzig und ausschließlich um den Ruf, um das Getratsche, das das soziale System kontrolliert. Bei den meisten bis zum Lebensende. Manche schaffen es, auszubrechen, aber zu einem hohen Preis. Lady Di ist jedenfalls tot.

young charles and Camilla

 

Charles liebte Camilla schon lange, bevor Diana auf den Plan trat. Musste erst so viel Leid geschehen, bis die zwei zusammenkommen konnten? Bis eine normale Beziehung mit anschließender Hochzeit stattfinden konnte?

charles Camilla schwarz weiß

 

Zusammenfassend lässt sich sagen: Hätten irgendwelche Gesetze (gegen Zwangsheirat) die Leute daran hindern können, Diana und Charles zu verheiraten???

Technikwüste

15. August 2009

wie soll das enden?

„In der Welt von Acht- bis Zehnjährigen ist es heute sehr selten, dass sie mit Werkzeugen überhaupt noch in Kontakt kommen“

KiTec >> (dort informatives Video), ein Leuchtturmprojekt der Wissensfabrik

www.acatech.de/nachwuchsbarometer
Eine sehr gute Seite, besonders auch die Grafiken.

„Ein Generationenvergleich ergab, dass sich Kinder heute seltener aktiv mit Technik auseinandersetzen und stattdessen digitale Medien konsumieren. Zugleich nehmen sich Eltern heute weniger Zeit, gemeinsam mit ihren Kindern Natur und Technik zu entdecken.“

Werkzeug

 

 

Mich interessiert dabei weniger der angebliche Fachkräftemangel als vielmehr die mangelnde Bildung unserer Kinder auf handwerklich-technischem Gebiet.

Es wird kaum gebastelt. Dinge werden nicht mehr repariert, wobei sie kennengelernt werden könnten. Auch Jungs sind denkbar ungeschickt, wenn es darum geht, irgend etwas mit den Händen zu tun (außer mit einer Maus zu klicken...)

 

Sie können noch nicht mal mehr Holz sägen!

Wo jeder weiß, wie wichtig die motorischen Fähigkeiten zur Ausbildung des Gehirns sind, kann man nur erschrecken.

 
 

Wo physikalische Eigenschaften nicht mehr im realen Umgang erfahren werden, sondern nur noch virtuell, bildet sich kein räumliches Gefühl, keine Repräsentation von Eigenschaften der Gegenstände im Gehirn aus.

Die notwendig wäre, um dann, in der virtuellen Welt, darauf zurückgreifen zu können.

 

 

Die können Sachen nicht mehr platzsparend einräumen, Dinge so aufeinander stellen, dass sie zB beim AUtofahrennicht herunterfallen.

Es gibt die wunderbarsten Ideen, für Technik zu begeistern: www.motivation-technik-entdecken.de . Leider ist natürlich auf dem dicht gedrängten Lehrplan der meisten Schulen keine Zeit für sowas...

 
Ingenieurin

ich red jetzt mal gar nicht von dem Geschlechteraspekt bei Technikberufen ;-) liegt ja eh nahe, wer da einen netten Vortrag sehen will, hier >>>

   

Jou ;-))

15. August 2009

...dann war da noch das...

Diese Seite gewinnt keinen Designpreis. Auch egal.

Kulturalisierung des Sozialen

23. Juli 2009

mal wieder was aus der Welt des Jungbusch... heute: „Kulturalisierung des Sozialen“

ufuq.de berichten über Jugendkultur, Medien und politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft. Aktuell ein Hinweis auf das Buch von Birol Mertol zum Thema Männlichkeitsvorstellungen bei türkischen jungen Männern. (Birol Mertol: Männlichkeitsbilder von Jungen mit türkischem Migrationshintergrund. Ansätze interkultureller Jugendarbeit.)

Jungbusch

 

Das geht natürlich gar nicht. Wieder wird versucht, Verhalten und Einstellungen kulturell zu verorten. Das ist eine unzulässige Vereinfachung.

Wieder einmal gruppenbezogene Zuschreibungen – auf deutsch: „Türken sind so und so“

und Deutsche sind so und so?? kann man Teilnehmende des CHristopher Street Day und einer Fronleichnamsprozession in Oberbayern über einen Kamm scheren???

„Das Handeln und die Kommunikation von Menschen sind kaum erklärbar durch kulturelle oder ethnische Zugehörigkeit, sondern werden maßgeblich bestimmt durch Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, Habitus, Milieuzugehörigkeit, sozialräumliche Herkunft, sozioökonomische Positionierung, soziale Vernetzung, Bildung, Mediensozialisation, biographische Erfahrung, kognitive und sprachliche Kompetenz etc. Diesen Sachverhalt sollte eine Pädagogik (der Differenz) berücksichtigen. Andernfalls beteiligt sich die Wissenschaft und pädagogische Praxis an der derzeit so populären Reproduktion einer Kulturalisierung des Sozialen.“

Rezension von Dr. Martin Spetsmann-Kunkel, FernUniversität Hagen, Lehrgebiet Interkulturelle Erziehungswissenschaft >>>

 
 

okee – natürlich bringt uns das zum ergiebigen Thema „Jungenarbeit“. Neee – keine Kinderarbeit ;-) es geht um pädagogische Arbeit mit Jungen.

Es geht noch anderen so:

„Die Mädchenveranstaltungen fanden in abgeschlossenen Räumen im Jugendhaus statt, die Jungen rüttelten an der Tür, tummelten sich an den Fenstern etc.“ (Mädchengesundheitsladen Stuttgart)

Ja das kennen wir – – – wir haben jetzt ja Mädchengruppen, Jungengruppen und gemischte Gruppen.

 
 

Jetzt kommen wir zum Konzept von Jungenarbeit. gefordert werden ja immer männliche Betreuer für Jungs und weibliche für Mädchen.

Neu: Crosswork. Der Ansatz anders herum.

Das finde ich aus meiner Erfahrung toll!

 
 

Erstens, weil Jungs mehr noch als Mädchen ihre Gruppe haben und darin ihr Rollenverhalten ausleben. Das ändert sich mit einem männlichen Betreuer überhaupt nicht. Natürlich kann er ein anderes Vorbild bieten. Andere Männlichkeitsbilder vorleben. Das ist wichtig! Bringt uns aber zu

Zweitens: Herr Mertol tut ja mal wieder so, als sei der Männlichkeitskult bei Türken viel stärker ausgeprägt als bei sogenannten Deutschen. Meine Erfahrung ist da anders. Es ist schichtspezifisch. Und wie offensichtlich die tradierte Rolle ausgelebt wird, ist auch abhängig von der Sozialisation. Ich kenne viele Männer auch aus der Mittelschicht, die in einer gemischten Jugendgruppe die Mädchen nicht angucken und klar mehr Aufmerksamkeit den Jungs schenken. Auch das Benutzen von Frauen als Sexobjekt kenne ich aus allen Schichten und „kulturellen“ Hintergründen.

Ich sag's mal krass: wie viele berufliche Möglichkeiten habe ich verloren, weil ich nicht mit dem Entsprechenden ins Bett gegangen bin!

 
 

Womit wir zum Thema „Sex“ und „Porno“ kommen. Darüber muss man sprechen! Offen, mit Jungs wie auch mit Mädchen. Niemand spricht mit ihnen offen darüber! So kommt es, dass ihre inneren Bilder von Sex und Liebe von dem geprägt werden, was sie am häufigsten sehen. Und das ist bei den Jungs nun mal heutzutage Porno. Damit sind keine guten gemeint; jeder weiß, wie das Material aussieht, das im Internet so leicht zu haben ist. Fantasielos, immer die gleichen Worte, die gleichen Handlungen, sexistisch, frauenverachtend.

Wie sollen diese Jugendlichen ihre eigenen Fantasien entwickeln? Die eigene Sprache dazu? herausfinden, wie das für sie funktioniert? wie Sex und Liebe miteinander verbunden sind? Für all dies haben sie kein Vorbild. Dieses junge empfängliche Gehirn, das seine Strukturen erst ausbildet, wird gefüttert mit bestimmten, wenig komplexen Inhalten.

 
 

Da hat man richtig Angst um die Zukunft!

Umso wichtiger, über Liebe und Sex mit den Jungen zu sprechen. Als Frau. Die nicht jenseits ihrer Welt und jenseits ihrer Begierde ist – Schule bleibt nicht haften. Dort sind keine Identifikationspersonen. Man muss in ihre Welt gehen, dazugehören, am eigenen Leib erleben, was zB Gerüchte bedeuten...

 
 

Jetzt kommen wir auf den Anfang zurück, Auf Mertol, und das Verhalten, das er beschreibt; das es natürlich gibt, es gibt solche Milieus, aber sie sind nicht „türkisch“ und auch nicht typisch türkisch. Sie sind bei vielen Nationalitäten zu finden, und Türken sind fast immer auch ganz anders.

Dieses Milieu hat irgendwie den Diskurs gekapert. Alle tun so, als sei das die türkische Jugendkultur.

 
 

Da es diese Strukturen aber gibt, und ich sie kenne, hier noch ein Auszug aus dem Artikel auf ufuq.de zur Rezension von Mertols Buch in der Gazelle:

„Eine wichtige Rolle spielt dabei das soziale Umfeld, in dem „öffentliche Gerüchte“ (dedikodu) über Normverstöße zum Verlust des Ansehens der Familie führen können. Selbst wenn also Jungen und junge Männer einzelne Normen – etwa zum Verhalten der Mädchen und Frauen in der Familie – selbst nicht teilen mögen, stehen sie unter dem immensen Druck, „einem Szenario des Ehr- und Ansehensverlusts“ innerhalb der Community entgegentreten zu müssen. Andernfalls drohe Ausschluss aus der Männerwelt und „Bindungsverlust zur Migrationsgemeinschaft“. Damit, so Mertol, erfülle das Gerücht in Bezug auf kulturelle, geschlechtliche oder soziale Konventionen eine „generalpräventive Funktion“: „Durch die Antizipation des Ehrverlusts wird die soziale Kontrolle des Tratsches manifestiert.““

Doodle

6. Juni 2009

kultureller Imperialismus

jaja ich weiß, das Wort darf man nicht benutzen...

google doodle tetris

doch, ich bin auch ein Fan von Tetris! ich darf's ehrlich gesagt gar nicht spielen es macht mich süchtig!!!

 
 

aber ist das nun so wichtig, 25 Jahre tetris, dass es ein eigenes doodle bekommt?

gleichzeitig wird in Russland heute Alexander Puschkin zum 110. (!) Geburtstag geehrt, und in Schweden der Nationalfeiertag, jeweils mit einem eigenen Google Icon, einem doodle.

Webentwickler bei google müsste man sein, als Politiker! Dieser Bube >>> ist derjenige, welcher diese unsäglichen Bildchen, genannt doodles, zeichnet. Hier >>> ein video dazu.

Google bestimmt, was wichtig ist. Mit einem Einfluss, den kein anderes Medium erreicht.

 
 

Außerdem der Einfluss auf das Design. Was ankommt, ist bekanntlich das Bekannte – und das Angesagte. Google ist angesagt, kein Zweifel. Das Stilgefühl ändert sich durch den massiven Beschuss mit derart schlechten Designs!

gibt es eigentlich eine Untersuchung über den Einfluss, den diese unsäglichen doodles auf die „weltweite Kultur“ haben?

 

Fantasie von Übermorgen

27. Mai 2009

Erich Kästner zum 100sten Geburtstag

Und als der nächste Krieg begann,
da sagten die Frauen: Nein!
und schlossen Bruder, Sohn und Mann
fest in der Wohnung ein.

Dann zogen sie in jedem Land,
wohl vor des Hauptmanns Haus
und hielten Stöcke in der Hand
und holten die Kerle heraus.

Sie legten jeden übers Knie,
der diesen Krieg befahl:
die Herren der Bank und Industrie,
den Minister und General.

Da brach so mancher Stock entzwei.
Und manches Großmaul schwieg.
In allen Ländern gab's Geschrei,
und nirgends gab es Krieg.

Die Frauen gingen dann wieder nach Haus,
zum Bruder und Sohn und Mann,
und sagten ihnen, der Krieg sei aus!
Die Männer starrten zum Fenster hinaus
und sahen die Frauen nicht an...

 
Briefmarke Erich Kästner zum 100. geburtstag 1999

oder:

Genie

Der Mensch, der in die Zukunft springt,
der geht zugrunde,
und ob der Sprung missglückt, oder gelingt,
der Mensch, der springt,
geht vor die Hunde.

Schöner leben...

 

24. Mai 2009

... es zahlt sich aus...

Seit ich 18 bin, mache ich jeden Tag den Sonnengruß, eine Yogaübung.

 

Ich mache auch andere Übungen, und immer Sport.

Und jetzt darf man mal die Früchte ernten, ich bin sehr gesund und sehr munter!

Schöner Schein ...  

 

20. Mai 2009

... es ist nicht alles so, wie es in der Zeitung steht ...

Apartheid im Jungbusch. Heute: Die Teufelsbrücke

 

Teufelsbrücke Mannheim

Das ist eine alte kleine Brücke, hier gleich 50 Meter weiter, mit Brückenköpfen aus Sandstein, stillgelegt seit dem sagenhaften Umbau der Promenade vor 2 Jahren.

Man braucht sie, damit man darauf stehen und dieses Panorama betrachten kann:

Teufelsbrücke Jungbusch Mannheim

Man braucht sie auch, damit man seinen abendlichen Rundgang oder Hundeauslauf machen kann: die Promenade hin und auf der anderen Seite des Verbindungskanals zurück.
Oder erst über die Brücke und dann über die Neckarvorlandbrücke und die Promenade zurück.

Man braucht sie auch, damit die Bewohnerinnen und Bewohner „von der anderen Seite“ den Hauptweg in die Innenstadt bequem nehmen können, und das ist nun mal die Jungbuschstraße (deren Verlängerung die Teufelsbrücke ist).

 

Sie soll weg, damit 2 Schiffe pro Woche die Betonfirma auf der anderen Seite anfahren können!

Macht doch eine kleine Fußgängerbrücke, das wäre schick und sexy!

 
 

Aber nein, jetzt haben wir da ein Thema, das sich weidlich für politische Zwecke ausnutzen lässt:

- Die Grünen benutzen den Stadtteil, um sich zu profilieren. Wahlkampf! Publicity!

- Die Stadt kann ihren Streit mit der Hafengesellschaft mal wieder ausleben und bis nach Stuttgart tragen.

Die BewohnerInnen? Glaub nicht alles, was in der Zeitung steht. Von denen sind ganz wenige dabei. Ein paar Bildungsbürger, Klientel der Grünen. Die meisten sind Vertreter von städtischen Einrichtungen, die von außerhalb kommen.

 

Also wieder die gleiche Spaltung: Bildungsbürger gegen Unterschicht.

Von letzteren interessiert niemand, was mit der Brücke wird, da hilft auch keine Elternvertreterin mit ausländischem Namen... (doch, sicher die Leute von der anderen Seite, aber aktivieren lassen sich auch diese nicht)

Kommen wir zum Denkmalschutz: Der Denkmalsbeirat hält hauptsächlich die Drehkonstruktion für schützenswert, also den jenseitigen Brückenkopf. _Das – wird natürlich nirgends gesagt, nur, dass die Brücke seit 1972 unter Denkmalschutz steht.

Die unscheinbare und bis zu ihrer Erhöhung als Wahlkampfobjekt völlig unbeachtete Teufelsbrücke steht jetzt sogar als eigenständiger Punkt in Wikipedia. Wer sie da wohl reingebracht hat??? So macht man Politik...

 
Kauffmannmühle Jungbusch Mannheim, vn der teufelsbrücke aus, HDR

Die Brücke ist hässlich!

Warum engagiert sich von diesen heimatverbundenen Leuten eigentlich niemand für die Kauffmannmühle?? die ist um ein Vielfaches stadtbildprägender! und inzwischen nicht mehr zu retten. Bäume wachsen aus den Mauern, da ist nichts mehr zu machen, jedenfalls nicht mit vernünftigem Einsatz.

Wann endlich engagiert sich mal eine Gruppierung für die Interessen der BewohnerInnen des Jungbusch???

 
 

ich finde es unfasslich, wofür sich Leute engagieren, in einer Zeit, wo vieles um uns herum in Frage steht und Massen ihre Existenz verlieren. Viele davon stehen bei uns vorne auf der Straße.

Schöne Worte ...

 

7. Mai 2009

... „woran der Kapitalismus krankt“ – Gedanken eines ehemaligen Richters am Bundesverfassungsgerichts

(neee, keine Angst, niemand will „die DDR zurück“ – nur soll er wieder anständig funktionieren, damit anständige Leute anständige Unternehmen führen können und mit anständiger Arbeit anständig Geld verdienen...;-)

Er krankt an seiner Grundidee. Notwendig ist die Umkehr des Ausgangspunktes.
Ein Kommentar des ehem. Mitgliedes des Verfassungsgerichts Ernst-Wolfgang Böckenförde

SZ vom 23. 4. 2009 >>

Portrait Böckenförde

ein Foto wie ein Barockgemälde...

„An die Stelle eines ausgreifenden Besitzindividualismus, der das als natürliches Recht proklamierte potentiell unbegrenzte Erwerbsinteresse der Einzelnen, das keiner inhaltlichen Orientierung unterliegt, zum Ausgangspunkt und strukturierenden Prinzip nimmt, müssen ein Ordnungsrahmen und eine Handlungsstrategie treten, die davon ausgehen, dass die Güter der Erde, das heißt Natur und Umwelt, Bodenschätze, Wasser und Rohstoffe, nicht denjenigen gehören, die sie sich zuerst aneignen und ausnützen, sondern zunächst allen Menschen gewidmet sind, zur Befriedigung ihrer Lebensbedürfnisse und der Erlangung von Wohlfahrt. Das ist eine grundlegend andere Leitidee; sie hat die Solidarität der Menschen in ihrem Miteinander (und auch Gegeneinander) zum tragenden Bezugspunkt.“

Artikel 14, Abs. 2, GG:
Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

 

Das darf man ja eigentlich nicht laut sagen, ohne gleich zu hören: willst du die DDR wieder...

Aber auch Unternehmer gibt es, die so denken. Und es laut sagen. Gestern wieder in „Hart aber Fair“, Ernst Prost, der Inhaber von Liqui Moly. Der entlässt keine Leute, sondern im Gegeneil, der schaltet noch eine Imageanzeige, wie gut es der Firma geht! und warum... weil er auf die Menschen setzt. Sagt er jedenfalls. Klingt jedenfalls gut.

„Menschen entlassen passt nicht in mein Bild von Krisenbewältigung. Wir sind ein Unternehmen mit Seele und Anstand. Bei uns zählt der Mensch. Es mag sehr altruistisch klingen, dabei bin ich auch Egoist. Wenn ich den Leuten Gutes tue, mache ich das nicht als reiner Samariter, sondern ich weiß, diese Menschen stehen zu mir, wenn es darauf ankommt. Genau das ist jetzt der Fall.

Liqui Moly >>

 

Aber jeder weiß, dass inhabergeführte Unternehmen anders ticken als Großkonzerne. Und dass die Grenzverläufe nicht mehr zwischen Unternehmern und Arbeitenden verlaufen – sondern zwischen mittelständischen Unternehmen zusammen mit den Mitarbeitenden und auf der anderen Seite den Großkonzernen bzw Superreichen, die mit Politik und Finanzwelt verflochten sind. Die Gewinne hauptsächlich am Kapitalmarkt erwirtschaften und nicht durch Arbeit und Wertschöpfung. Und dabei geht es nicht um meiner Oma ihr klein Häusche'... es geht um Milliardäre.

Aber jeder hat Angst. Das laut auszusprechen. Irgend etwas laut auszusprechen, das nicht richtig läuft. Man könnte ja die kleinen Aufträge verlieren, die man hat.

Und das Schlimme: sie haben recht!

 
 

Ergänzung:
Das Grundgesetz selbst und sogar „die alten Römer” weisen uns den richtigen Weg: Artikel 14 Absatz 1 Grundgesetz lautet: „Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.” Das Grundgesetz selbst sieht also die Möglichkeit der Beschränkung durch einfaches Gesetz vor. Solch eine gesetzliche Beschränkung des Privateigentums (und hier geht es um Supervermögen!) gibt es zur Zeit nicht. Das war nicht immer so! Das römische lex licinia agraria des Jahres 367 v. u. Z. legte 500 Morgen als Maximum des Besitzes am ager publicus fest und bestimmte, dass aller darüber hinausgehende Grundbesitz aufzuteilen und in Stücken von jeweils mindestens sieben Morgen landlosen Plebejern zu geben sei.

most of the time

20. April 2009

Bob Dylan bleibt Bob Dylan
 

I can survive,
I can endure
And I don't even think about her

Most of the time.

I can smile in the face of mankind.
Most of the time
I can't even be sure
If she was ever with me
Or if I was with her.

 
 

Most of the time

I know exactly where I went,
I don't cheat on myself,
I don't run and hide,
Hide from the feelings,
that are buried inside,
I don't compromised and I don't pretend,
I don't even care if I ever see her again

Most of the time.

arme Jungs

8. April 2009

Jungs als Bildungsverlierer? Geschlechterkampf als Kampf um Arbeit

Die Abbildung verdeutlicht, dass der Anteil der Jungen ohne Hauptschulabschluss in den letzten elf Jahren durchweg um rund drei Prozentpunkte höher war als jener der Mädchen. - Bild: LDS NRW

Die Abbildung verdeutlicht, dass der Anteil der Jungen ohne Hauptschulabschluss in den letzten elf Jahren durchweg um rund drei Prozentpunkte höher war als jener der Mädchen. - Bild: LDS NRW

Quelle: bildungsklick

 

Studie zum Thema:

Bildung im Gender-Focus: Mädchen und Frauen trotz höherer Bildung schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Uta Schlegel (Wittenberg / Leipzig)

jetzt mal ganz locker:

1. ist der Bildungs-Unterschied nun auch so krass wieder nicht (von den Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss sind 62% Jungs; 43% der AbiturientInnen sind Jungs)

2. besteht dieser Unterschied schon seit 1975 konstant so

3. und hat dennoch nicht zu mehr Chancengerechtigkeit im Beruf geführt. Mädchen wählen nach wie vor zu über 50% 10 typische meist dienende schlecht bezahlte Frauenberufe. In höheren Bildungsabschlüssen sowie beruflichen Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten können sie den Vorsprung überhaupt nicht einlösen.

4. Die Debatte pauschalisiert unzulässig und entlarvt dadurch ihre Intention: Männer fürchten, einen Millimeter ihrer Macht abgeben zu müssen.

5. Dass viel zu viele Jugendliche verloren werden, mit steigender Tendenz – das ist der eigentliche Skandal – und jetzt verlagert man das auf ein angebliches Jungensproblem!

Es ist immer das gleiche:

Die Unterschiede zwischen einzelnen Milieus und einzelnen Individuen sind viel größer als die Unterschiede zwischen einer theoretisch angenommenen Gruppe der Jungs gegenüber einer Gruppe der Mädchen.

Beispiel: als ein Grund wird „Vereinsamung“ von Jungs genannt – ich sehe in meinem Umfeld keine vereinsamten Jungs; im Gegenteil. Sie sind auch nicht gefühlsärmer oder weniger einfühlsam – im Gegenteil, sie unterhalten sich intensiv und offen über ihre persönlichen Anliegen, ihre Gefühle, und tauschen auch Wärme und Zärtlichkeiten aus, also alles, was dem typischen Machoklischee widerspricht.)

 

All die Vorurteile sind laut der Studie des bmbf, auf die sich alle aktuell beziehen, unhaltbar!

Sie betont zB auch: „Die Relevanz männlicher Lehrkräfte für schulischen Erfolg von Jungen ist bislang spekulativ.“
Oder:
„Die Konzentration auf die Jungen kann Gemeinsamkeiten mit den Mädchen ebenso übersehen wie Differenzen zwischen unterschiedlichen Jungen.“
Oder:
„Zwar liegt der Anteil der Risikoschüler mit 11,9% um 2,2 Prozentpunkte über dem der Mädchen – darunter überdurchschnittlich viele Jungen mit Migrationshintergrund und aus kapitalienarmen Familien. Allerdings finden sich auch bei den kompetenzstarken Schülern – dies wird häufig vergessen – mit 11,8% mehr Jungen als Mädchen (10,4%).“

Bitte, lesen Sie zB S. 6 der Studie! Bevor Sie vorschnell irgendein „Erziehungsmatriarchat“ als Ursache ausmachen!

 

immer wieder zum aus der Haut fahren, wenn gejammert wird, dass nur Mädchen gefördert würden und Jungs nicht. Dass diese deshalb die Bildungsverlierer seien – und auch auf dem Arbeitsmarkt schon weniger Chancen hätten. Wie heute in SWR3: „Jungs auf der Kippe – Die neuen Sorgenkinder der Nation“

 

 

Zuerst das letzte: Ein Junge wird gezeigt, der „es geschafft“ habe. Denn: Sein Vater habe sich als richtiger Vater verhalten und ihm eine Lehrstelle verschafft. Natürlich in der Metallindustrie. Wir werden weiter unten sehen, wieso das typisch ist.

oder: ein Vater regt sich darüber auf, dass nun also auch Mädchen als Gipser arbeiten – und den Jungs die Arbeit wegnähmen!

Danke, dass ihr das so deutlich selbst sagt, um was es eigentlich geht.

 

 

Zwei Mädchen arbeiten als Gipser – und schon wird der Untergang des Patriarchats befürchtet...

Es wird noch lange dauern, wenn es überhaupt kommt (derzeit gibt es eher einen Backlash): dass es eine berufliche Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen gibt. Deutschland ist sogar das Land, in dem, in der EU, die berufliche Benachteiligung von Frauen am größten ist.

Ursachen werden „identifiziert“: Mal wieder, das „Erziehungsmatriarchat“. Jungs würden von den überwiegend weiblichen Bildungspersonen systematisch benachteiligt, da eine Überemanzipation stattgefunden habe.

 


Da sagt Ralf Moeller, der Starerzieher aus Amerika, schon mehr Wahrheit: miteinander reden tut not. Nicht nur vorm Computer oder vor der Flasche abhängen. Sondern Zuhören. Einander.

Ok; aber wer hat ihn da hin gebracht? Gesamtmetall. Achso, die steckt dahinter. Metallindustrie. _So also hat der Erfolgsstoryjunge seine Lehrstelle bekommen... starke typen >>

(aber wartet nur – wenn die schwächeren Jahrgänge kommen; dann gibt es erstens keine Arbeitslosigkeit mehr, sondern Mangel an Arbeitskräften, und zweitens werdet ihr dann um die Mädchen werben, die ihr jetzt nicht in euren Domänen haben wollt – so wie ihr aus den gleichen Gründen jetzt um die ausländischen Jugendlichen werbt...)

Übrigens: damit ihr nicht sagt, ich hätte Verschwörungsängste... Gesamtmetall interessiert sich nicht für die bildungsverlorenen (hahaha schönes neues Wort) Mädchen; von denen es doch auch viel zu viele gibt! („Wir können es uns nicht leisten, jährlich 44 000 Jungs zu verlieren“) ja und die 35 000 Mädchen, die sind egal?

Wieder mal typisch: Korrelation wird als Kausalität missbraucht. Viel mehr Frauen sind in der Bildung tätig – also ist das die Ursache für das angebliche schlechtere schulische Abschneiden von Jungs.

Könnte es nicht andere Ursachen haben?

 

 

Dann die Kriminalität, die Gewalt: Es waren schon immer 90% Männer im Knast. Das ist nicht neu, und das hat mit dem Rollenverhalten zu tun.

Rollenklischees:
unbändiger Bewegungsdrang von Jungs in diesem Alter ? Frauen sind da nicht geeignet, die Jungs haben keinen Respekt vor ihnen ?
Männer sind immer noch Jäger und Sammler ? (doch, ehrlich, dieses Klischee wurde wieder mal verbraten, und die angeblich genetische Andersartigkeit von Jungs unwiderlegbar zu beweisen (ich fang jetzt nicht wieder mit der ganzen Diskussion an, von der Wirksamkeit, Modifizierung und dem An- und Abschalten der Gene bis zu all den falschen Studien, die längst widerlegt sind, siehe meinen Beitrag hierzu)

 
 

Jungs würden nachweislich schlechter eingestuft bei gleicher Leistung. Der Grund wird gleich mitgenannt: Diskriminierung von seiten der überemanzipierten Erzieherinnen. Jou. Bei Empfehlungen fließen neben den Noten stark das Verhalten, das Lernverhalten ein. Könnte es sein, dass das bei den Jungs schlechter ist?? achja, weil sie so arm dran sind und nicht mehr Jungs sein dürfen, ich vergess das einfach immer wieder... deshalb bauen sie so ab, sehen keinen Sinn mehr in ihrem Leben usw

 

Könnte es sein, dass die Jungs weniger konsequent erzogen werden; weniger Disziplin den Prinzen abgefordert wird?

 

 

Ich jedenfalls erlebe es so. Männer lassen den Jungs viel mehr durchgehen. Die Solidarität eben. Und nachher helfen sie ihnen doch, beruflich doch noch was hinzukriegen. Und die Netzwerke wirken.

weitere hanebüchene Schlüsse werden gezogen. Bei dem in der Sendung reichlich zu Wort kommenden Verein „Manndat“ habe ich das auch schon erlebt, wie Fakten manipuliert werden: Diese haben für eine Bildungskonferenz in Stuttgart eine Schrift ausgefertigt, in der zu beweisen sie vorgeben, dass es viel mehr Mädchen- als Jungenprojekte gebe. In dieser Aufzählung kam auch Mannheim vor, und da auch der Jungbusch, und, na, da kenn ich mich ja nun ein bisschen aus. Er hatte im Jungbusch mehr Mädchen- als Jungenprojekte ausgemacht. Dabei übersah er, wie die Wirklichkeit aussieht. Die meisten der Projekte sind reine Jungsprojekte, auch wenn sie nicht so heißen. Buschgirls zb war bei ihnen ein reines Mädchenprojekt.

Explizite Mädchenförderung ist notwendig, weil die Mädchen vielfach sonst einfach untergehen. Das heißt: in den Gruppen, sei es Computer, Rap, oder einfach nur Zusammen-Hocken, nicht dabei sind. Oder zB Fußball nur für Jungs gedacht wird und man sich dann wundert, dass Mädchen auch gerne Fußballtraining wollen!

 
 

Es kommt wieder das übliche: der Girls' Day. Warum es keinen Boys' Day gebe.

ok, wir haben euch gehört: ihr werdet am Boys' Day in Frauenberufe hineinschnuppern dürfen! Erzieher, Arzthelfer, Altenpfleger. Ist da was dabei für euch? Schlecht bezahlt, viel Arbeit, wenig Ansehen??

FAZ hilft: die Propaganda dieses Fernsehbeitrags wird hier deutlich bloßgestellt:

 
 

„Weil Jungs eben Jungs sind, wie sie es schon immer waren, es aber heute nicht mehr sein können.“

„dass am allerwenigsten ein Kampf der Geschlechter weiterführt, den der Feminismus zum unbestrittenen Vorteil der Mädchen gewonnen hat. Woran so lange nichts Falsches ist, solange der Streit um Chancengleichheit diese auch wirklich hervorbringt. Darüber aber sind wir hinaus. Nur zehn Prozent der Lehrer an Grundschulen sind Männer, auch an den weiterführenden Schulen sucht man sie längst mit der Lupe, Schulbücher handeln von starken Mädchen und von Jungens, die kochen und stricken, in Deutscharbeiten geht es um Backrezepte, und im Sportunterricht wird gejazzdanct. Es gibt den „Girls Day“, aber keinen „Boys Day“ und vor allem - es gibt die Jobs nicht mehr, die Jungen anstreben. Dafür gibt es schlechtere Noten bei gleichen Leistungen, denn das Verhalten wird immer mitbenotet. Das hält kein Junge aus.“ (FAZ)

(kleine Anmerkung: die Flasche heißt jacky – und nicht Danny. Ihr könnt jetzt sagen, ich sei tendenziös kleinlich. Aber dieser Fehler zeigt, dass der Autor keinerlei Realitästbezug hat; dass er noch nie in Kontakt mit Jugendkultur war. Du weißt nach drei Tagen, dass die Flasche jacky heißt... es wird nur abgeschrieben von anderen Medien und dann mit eigener Meinung – Meinung! nicht Erfahrung! – aufgeladen)

Schlechtere Noten bei gleichen Leistungen – das ist ja noch krasser als ich dachte! was heißt das denn jetzt? wie wurde das herausgefunden? Wo ist die Studie, damit man sie sich mal genauer angucken kann? „glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“

 

 

ihh, und wie eklig, Jungs, die stricken und kochen!

Propaganda: Emanzipation heißt, dass Jungs jetzt stricken und kochen.

Antwort: wenn das so eklig ist – zeigt ihr nur einmal mehr, wie gering ihr Mädchen schätzt und dass wir von einer Gleichberechtigung noch unendlich weit entfernt sind!

aber abgesehen davon: ist das ein ziemlich durchsichtiger Trick. Niemand hat gesagt, Emanzipation bedeute Stricken für Jungs. Mädchen stricken heutzutage übrigens auch nicht mehr...

 

oder meint ihr die andere Studie, die des Aktionsrates Bildung, die von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. herausgegeben wird? Da klingt das gleich ganz anders:

„Da es offenbar nicht gelingt, tief sitzende Geschlechtsstereotype, traditionelle Familienmuster und mit beiden verbundene Differenzen hinsichtlich der Lebenschancen auszugleichen und der Benachteiligung der Jungen entgegenzuwirken,“

aber selbst diese Studie konstatiert: „Eines ist vollkommen unstreitig: Es existiert keine angeborene neurologische oder psychologische Differenz zwischen den Geschlechtern, mit denen etwa das Bildungssystem zu kämpfen hätte, sondern die sich später massiv auswirkenden Geschlechterdifferenzen zu Lasten beider Geschlechter entwickeln sich erst im Laufe der Kindheit und Jugend“

Heute mal was Fachliches aus der Welt des Webdesign

 

29. März 2009

...doch, das muss auch mal sein, wenn es so ergreifend ist ;-)

Warum andere komplizierte CMS nehmen, wenn es ein einfaches freies gibt, das alles genau so macht, wie man es braucht?

 

 

modx cms

Es gibt Tausende CMS. Das sind Redaktionssysteme. Das hat man heutzutage, wenn man etwas umfangreichere Webseiten erstellt. Damit kann jeder seine Inhalte selbst pflegen.

 

Es gibt große und kleine Lösungen, freie und teure.

Ich habe viele ausprobiert. VIELE. Installiert und Probeseiten angelegt.

Hierzulande stehen alle auf Joomla. Oder auf Typo3.

Typo3 ist riesig. Umständlich. Man muss eine eigene Sprache lernen. Es dauert ein halbes Jahr, bevor man damit zurecht kommt.

Joomla ist ziemlich festgelegt. Nja, wenn man sich sehr anstrengt, kann man es auch so anpassen, dass man ganz unabhängige Layouts verwirklichen kann. Man braucht einen Monat vielleicht.

Beide Systeme erfordern viele Klimmzüge, um sie standardkonform zu machen!

Wenn man dann auch ausländisch kann, ist drupal eins der angesagtesten. Da bist du aber auch erst ziemlich verwirrt. Brauchst lange, bis du da durchblickst. Wenn du etwas bestimmtes suchst – omg

Und da kommt modx. Zwei drei Stunden – du hast deine erste Website! Ja es gibt auch andere solcher Systeme, Billigsoftware, wo alles voreingestellt ist. Da kannst du dann aber nichts mehr so machen, wie du es willst.

 
 

Nein, das ist nicht modx. Mit modx kannst du einfach alles machen. Einfach so.

Das geht so: Du baust deine Website, ganz normal, statisch. Du nimmst ein paar modx Tags und ersetzt die entsprechenden Teile, machst die damit dynamisch.
Nicht ausgehend von irgend welchen Containern, Layouts, Nodes oder sonstigem erst zu durchschauendem Zeug – nein, wirklich, du mnimmst eine normale statische Webseite und setzt die modx Tags rein – fertig! Ehrlich! Man kann es gar nicht glauben!

 

 
 

Du willst nur Ebene drei und vier des fünften Menüpunkters irgend wo auf der Seite hinpflanzen? Kein Problem! Ein paar Parameter – et voilá!

Bilder einfügen, zu jedem Zeitpunkt, beschneiden, Thumbs – einfach alles, so wie man's braucht.Du willst styles für den Redakteur auswählbar machen? Bitte sehr, eben dort!

Du willst den backend editor anpassen? gleich gefunden! in den backend Konfigurationseinstellungen!!

Du willst Javascript Elemente, um die Bedienung zu bereichern? Kein Problem, alles schon voreingebaut.

Du willst Ajax? ganz einfach, denn die Inhalte sind schon so abgelegt, dass sie sich einfach nachladen lassen.

Usw usw Redakteure können im frontend editieren (Webuser), Blogs, Comment, News, Ajax Suche, Forms, Galerie, Feeds ... ich hör ja schon auf.

Aber man darf auch einmal schwärmen. Wenn etwas wirklich sooooo gut ist! Ehrlich, ich hatte richtig herzklopfen, so aufgeregt war ich, weil ich es nicht glauben wollte. Und weil ich nicht verstehe, wie man sich mit so umständlichen Dingern abmühen kann.

(Klar, wenn du spezielle Sachen, Community zB, willst, dann gibt es andere Systeme).

„alles“ in Petersburger Hängung

 

23. März 2009

im neuen Wilhelm Hack Museum in Ludwigshafen

Warst du noch nicht dort, dann aber nix wiel hin!!

 

360° Panorama alles LU Wilhelm Hack Museum

und der neue Teppich von Margret Eicher – mittlerweile ein echter Gobelin, nicht mehr nur bedruckt, fantastisch, ich bin völlig weg!

 

geht doch

 

15. März 2009

Der Bolzplatz auf dem Dach der Jungbusch Turnhalle
google Logo mit antikem Telefon

 

Das Internet...

 

15. März 2009

...die größte Erfindung nach der Waschmaschine!
 

dein Tuch auf dem tisch das weiße

Ich suchte nach einer Illustration für das Gedicht. Unter „Faltenwurf“.

 

Blaue Frau

Ich fand – eine völlig vergessene, unbeachtete, nie zu Ehren gekommene Künstlerin: Susanne Gertrud Firgau. Ja, sie hat sogar meinen Namen in ihrem. Sie malt und schreibt mir aus der Seele... es ist unglaublich. Das Internet.

Mit solchen Bildern.

Malerei Faltenwurf

Und solchen Texten: „Der Künstler ist ein Mensch wie jeder andere, mit dem einen Unterschied: Er ist auf den Trick gekommen, sich zu befreien, indem er Unbewußtes aus sich heraus setzt und es auf diese Weise zur Anschauung bringt. Er ist sozusagen ein Tagträumer. Er macht die Form, hinter der sich der Inhalt verborgen hat, im kreativen Prozeß sichtbar und zwingt den Inhalt, hervorzutreten. Er ist ein Kind seiner Zeit, genau so belastet und mit den gleichen Problemen beschäftigt, wie alle anderen auch. Aber er ist hochsensibel und hat es gelernt, sich vom Ertragen-Müssen unhaltbarer Zustände auf seine Weise zu befreien. In dem, was er aus sich heraussetzt, gibt er ein Zeichen für seine Zeitgenossen. Der Künstler ist Teil der Gesellschaft, aber ein äußerst sensibles Teil, das die Aufgabe hat, das Befinden des Ganzen anzuzeigen.“

 

 

oder: „Nun geschieht es aber, daß Gegenwartskunst, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Bewußtseinsänderung zu bewirken, oft nur verstanden werden kann, wenn lange, intellektuelle Erklärungen mitgeliefert werden. Ich glaube, das liegt daran, daß der beabsichtigte Inhalt nicht aus dem Unbewußten im Arbeitsprozeß aufgestiegen ist. Somit fehlt der Darstellung die Qualität des realen Erlebnisses, und das Werk ist eine illustrierte Formel. Dann kann man meiner Ansicht nach genau so gut einen Artikel schreiben.“

Susanne Firgaus Leben endet einfach. In Blindheit. Ohne Erlösung. Ohne Sinn, ohne Erkenntnis, ohne äußere Größe. Eine Suche, ein Versuch.

_Das – ist das Leben.

 

das ist Wikipedia

 

1. März 2009

Partikularinteressen

Wikipedia ist toll.
Wikipedia ist nicht neutral, objektiv.

 

Jeder kann da reinschreiben, was er oder sie will!

wikipedia Versionen
 

Ein Tummelplatz für Leute, die ihre Interessen platzieren wollen. Die kein Interesse an dem Ganzen haben, an objektiven Informationen – die dieses offene Konzept für ihre Partikularinteressen missbrauchen.

Funktioniert es trotzdem? Ich weiß es nicht. Immerhin gibt es ja die Kontrolleure; ich zB kontrolliere immer die Jungbuschseite – dort gibt es immer wieder Leute, die ihr Projekt eintragen... zuletzt eine Künstlervereinigung mit Namen Laboratorio, die auch an einem jährlichen Straßenfest beteiligt ist: wikipedia >>

 
 

Straßenfeste gibt es viele, und auch Künstlervereinigungen... was haben die in einem Lexikon auf einer Stadtteilseite verloren? und wenn: dann bitte all die anderen Projekte auch benennen – und verlinken!!

Und es sind natürlich immer die Bildungsbürger, die sich an so etwas wie wikipedia beteiligen und ihre eigenen Projekte bevorzugen.

 
 

Deshalb gefiel mir ja Ugurs Eintrag: eindlich mal was von einem Bewohner des Jungbusch, aus nierigerer Schicht ;-)

John Steinbeck

 

30. Januar 2009

unglaublich

Ich habe ja shcon viel gelesen in meinem Leben.

 

 

Sehr viel.

Sehr sehr viel.

 

 

Aber das habe ich noch nicht erlebt. John Steinbeck: Früchte des Zorns.

Ich lese die ersten Sätze – und sehe die Szene vor mir, ich höre sie, ich rieche sie.

 

Ich kann mich gar nicht wehren, alles steht bildhaft vor meinem inneren Auge! Wie macht der das? Ich habe keine Ahnung...

John Steinbeck

 

23. Januar 2009

Skizze aus den sechziger Jahren

„Menschliche Eigenschaften wie Güte, Großzügigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Verständnis und Gefühl sind in unserer Gesellschaft Symptome des Versagens.

 

 

Dagegen sind Gerissenheit, Habgier, Gewinnsucht, Gemeinheit und Egoismus Merkmale des Erfolges.“

Jetzt schreit ihr wieder: Moral, Moral!

 

 

Ihr denkt bei Moral an autoritäre Unterdrückung.

Aber Moral ist Verantwortung; Folgen des Handelns für sich und andere mitzubedenken und eine faire Lösung zu finden.

Mitgefühl kann man trainieren; genauso wie Aggression in Kindheit und Jugend „trainiert“ werden muss... (siehe zB Dieter Otten: Männerversagen)

tibetische Mönche welt-online
 

Ich weiß wirklich nicht, was denn daran so ungewöhnlich oder schwierig sein soll...

Produkt-Trick

 

11. Januar 2009

Diese Frischmilch im Supermarkt ist gar keine
screenshot: Aldi Süd ESL Bio Milch

Länger frisch, maxi-frisch: Mit solchen Slogans bewerben Supermärkte in Deutschland Milchprodukte. Laut Verbraucherschützern werden Käufer in die Irre geführt. Sie meinen, frische Milch gekauft zu haben. Tatsächlich handelt es sich bei solchen Waren jedoch um haltbare Milch. welt-online v. 11.1.2009

Hätte ich es nicht ganz zufällig im Internet gelesen – ich hätte wie gewohnt meine Milch gekauft – um mich dann zuhause verwirrt zu fragen: Was ist das denn?

 

 

Ich verabscheue den Geschmack von gekochter Milch! und diese ESL-Milch ist auf 127° erhitzt.

Und die dürfen die einfach ohne Informationen so ins Regal stellen? sie sieht genau gleich aus, nur der kleine Vermerk länger frisch o.ä. ist dazugekommen...

 

Nee oda??

 

7. Januar 2009

... wer ist Johann Philip Reis?...

Google definiert, wer historisch wichtig ist

 
google Logo mit antikem Telefon

Ein gewisser Johann Philip Reis ist so wichtig, dass sogar sein 125jähriger Geburtstag mit einem eigenen Logo gewürdigt wird (aha, Erfinder des Telefons...)

no comment.

 

Das...

7. Januar 2009

... finden wir witzig ...

Herr Müntefering als Psychologe

 

Müntefering im Morgenmagazin

Im koalitionsinternen Streit über die Ausgestaltung des zweiten Konjunkturpakets gibt die SPD ihren Widerstand gegen die von der Union geforderten Steuersenkungen offenbar auf.

«Wenn es bei der Union aus neurotischen Gründen nicht anders geht, dann muss man das eben machen», sagte der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin.

 

 

Direkter kann man sich wohl nicht selbst demontieren.

_So verhandeln sie _unser Geld?? auf diesem Niveau? Sie geben irgendwelchen „Neurosen“ nach und sind nicht in der Lage, aus sachlichen Gründen zu handeln? Oder auf „Neurosen“ qualifiziert zu antworten?

 
 

Schlimmer geht immer.

Logik und Rassisimus

6. Januar 2009

... Report München und Jugendkriminalität...
Jugendliche

Richterin Heisig beschreite neue Wege in der Bekämpfung der Jugendkriminalität.

Neukölln, natürlich. Das kommt immer gut. Alle Vorurteile gleich bei Fuß!

Sie hat viele gute Maßnahmen initiiert, gut auch aus meiner Erfahrung heraus: Beschleunigung der Verfahren; kurze Haftstrafen statt Sozialarbeit als Abschreckung (Wochenende oder 2 Wochen); Gespräche mit den Eltern; mit anderen Verantwortlichen
und sie sagt auch, dass eine Verschärfung des Jugendstrafrechts überhaupt nichts bringt.

aber jetzt verknüpft sie (und noch mehr die Moderation) das unzulässig (Sophismus! ein mit Absicht herbeigeführter Fehlschluss >>>):

 

 

Die meisten Gewalttaten, die über ihren Tisch gehen, würden von Ausländern begangen. _Das – dürfe man aber nicht laut sagen.

Warum man das nicht laut sagen darf, zeigen fast alle Kommentare in Foren zu dem Thema: dort dann – in direktem Zusammenhang mit dem Thema! – unverhohlener Rassismus! zB http://fact-fiction.net/?p=1116

 


Stimmen wie die des Integrationspolitikers Saleh gehen da völlig unter:

Derartige Äußerungen, die die kriminelle Neigung aus der ethnischen Herkunft herleiteten, seien verantwortungslos. „Die gleichen Probleme bestehen in Stadtteilen ohne Migranten wie Marzahn-Hellersdorf.“

In einem Land wie Schweden sind ja auch die meisten Krimminellen blond – hat Kriminalität deshalb irgend etwas mit der Haarfarbe zu tun???

 

 

Auf der anderen Seite steht die Ausgrenzung von Ausländern, über mehrere Generationen. Selbst die OECD hat das letztens wieder konstatiert: Kinder mit Migrationshintergrund werden systembedingt benachteiligt.

Das geht so:

Sie bekommen seltener die Empfehlung für höhere Schulen.

Sie haben weniger bildungsbürgerlichen Hintergrund und sind deshalb bei Inhalt und Stil benachteiligt.

Sie begegnen Ablehnung aufgrund ihrer ausländischen Identität.

Dass Jugendkriminalität auch sehr viel mit Chancenlosigkeit, mit einer unsolidarischen Gesellschaft, mit politischen Entscheidungen zu immer größeren Abständen zwischen Arm und Reich, zu Riesengewinnen von Großunternehmen und Finanzbranche bei gleichzeitigem Arbeitsplatzabbau zu tun hat – davon wird in dem Beitrag natürlich nicht geredet.

  hier schon: Mitmischen Blog >>>
  mit einem Super Beitrag von einem Jonas
  oder das: „dass die fehlenden Räumlichkeiten ein großer Grund dafür sind, dass die Jugendkriminalität in Deutschland wächst….“

 

Richterin Heisig outet sich gleich zu Anfang mit plumpem Populismus: zeigt auf Berge von Akten auf ihrem Tisch und sagt: „Sie sehen hier, dass die Jugendkriminalität entgegen dem was man so landläufig hört nicht sinkt“ – also die ganze Kriminalitätsstatistik kann man den Hasen geben?? menschmensch wie billig ist das denn lies mal zB hier >>

Und Immigranten sind mehrheitlich aus unteren Schichten. Gewaltkriminalität ist aber auch bei deutschen Unterschichtlern mehr verbreitet als bei Mittelschichtlern.

 
 

Es hat eben einfach gar nichts mit der Ethnie zu tun, mit dem Land, aus dem man kommt. Und auch nicht mit der dortigen Kultur.

Die kulturellen Unterschiede innerhalb einer Ethnie (vertikal), zwischen den Schichten, sind viel größer als die kulturellen Unterschiede zwischen verschiedenen Ethnien (horizontal).

Und was auch auffällt: Die Richterin spricht überhaupt nicht von deutschen jugendlichen Straftätern; besonders nicht von Rechtsextremen.

 
 

Warum nicht?

die armen Männer

3. Januar 2009

... und die Prostitution...

Ingo Appelt und Sexkaufverbot jetzt auch in Norwegen

 

 

Fangen wir bei letzterem an.

Fast alle Männer kaufen Sex. Gucken Porno, zum Beispiel. Geilen sich dran auf, wie Frauen erniedrigt werden. (Frauen auch? ja, sie passen sich an. Sie meinen, sie müssten das mitmachen, sonst seien sie uncool. Oder bekämen gar nichts... Porno ist Respektlosigkeit gegen Frauen. Und natürlich auch gegen Männer, das nimmt zu!)

Mann und Frau im Moss

Warum ist das kein Porno???

Finden Prostitution normal. Wenn sie es als Mann betrachten, natürlich nur!

Kein Mann findet es an einer Frau normal! Frag sie, ob sie es einen normalen Beruf finden würden, wenn ihre Tochter als Hure arbeitet!!

Es ist ganz einfach. Und dennoch kommen sie immer mit dem Argument der Freiwilligkeit. Frag mal einen Mann, ob er es akzeptieren würde, wenn seine Tochter – ganz freiwillig! – anschaffen geht! Ob er überhaupt darin eine Freiwilligkeit erkennen könnte!

Kein Mann wird mit ja antworten.

 


Sie sind total gespalten: betrifft es sie selbst, ist es völlig normal, Porno zu gucken zB; würde sich ihre Tochter zur Schau stellen, würden sie Amok laufen!

Jede und jeder weiß, dass ich nichts gegen Sex habe; und Sex im weiteren Sinne, wie auch Freud das Wort benutzt: Er fand Sexualität nicht nur in der genitalen Vereinigung, sondern auch in Vorstufen wie schauen, küssen, riechen, spielen...

aber Sex als ganze Person! Mit Gefühlen, mit Interesse für die andere Person. Kein abgespaltenes ja ich sag's jetzt im neuen Jahr wieder: Gerammel!

 

 

Es ist natürlich schwierig. Vergleichen wir es mit der Legalisierung von Drogen. Alkohol ist legal, und wird damit anerkannt. Niemand findet etwas an der allgemeinen Sauferei. Selbst in der weichgespülten Serie „Sturm der Liebe“ zB, wo nicht geraucht wird, nehmen die Männer sofort, wenn sie aufgewühlt sind, Alkohol zu sich.

Andererseits gibt es keine Alkoholbeschaffungskriminalität.

Das ist der Konflikt: Verbietet man etwas, sagt man damit, dass man es nicht richtig findet. Andererseits geht das Ungetüm dann in den Untergrund und kann noch mehr Schaden anrichten. Ist das gleiche Problem beim NPD-Verbot.

 
 

Ich zumindest bin froh, dass die skandinavischen Länder eindeutig sagen: Wir finden Prostitution nicht richtig. Sie schadet den Frauen. Den Prostituierten besonders, aber auch den Frauen im allgemeinen. Wegen dem Bild, das sich Männer dadurch von Frauen und dem Verhältnis der Geschlechter zueinander, besonders auf sexuellem Gebiet, machen.

Und jetzt kommt Ingo Appelt. Er sagt, das Übliche, ich habe das Thema schon mehrfach diskutiert, für Mädchen werde so viel getan, um sie zu stärken, aber niemand höre den Jungs zu. Die Männer hätten, nachdem die Frauen nun alles selber können, keine Rolle mehr. Und im übrigen dann die üblichen Witze, wie Frauen in der Ehe ihre Männer unterdrücken. Ja, im Publikum lachen die Frauen genauso mit! Das wird dann wieder als Beweis genommen für die Richtigkeit: wenn selbst die Betroffenen das bestätigen...

 
 

Ich bin da – wer hätte das gedacht – ganz anderer Meinung.

1. wo ist denn diese angebliche Gleichstellung? Eine einzige Frau in Deutschland als Vorstandsvorsitzende, und ganz vereinzelt welche überhaupt in Vorständen. Immer noch weniger Bezahlung für gleiche Arbeit. Immer noch die niedrig bezahlten dienenden und pflegenden Berufe in der Mehrzahl von Frauen ausgeübt. Immer noch die Gewalt zu 90% von Männern ausgeübt (Polizeistatistiken). Immer noch die Pornoindustrie (samt Menschenhandel) als zweitgrößter Wirtschaftszweig (nach dem Drogenhandel).

Ingo, wo ist da der Untergang des Mannes?

 
 

2. weil Frauen nun alles können, ist der Mann überflüssig? Ingo, hier outest du dich aber massiv. Welches Bild von einer Beziehung hast du eigentlich? Der Mann dazu da, die Defizite von Frauen auszufüllen??? Schon mal was von partnerschaftlicher Beziehung gehört?

3. Nachdem die Rolle als Beschützer nicht mehr gefragt sei, bliebe keine Rolle mehr für den Mann. Er sei überflüssig. Ingo hat Angst, nur noch wie eine Drohne benutzt und weggeworfen zu werden! Ja Schatz – jetzt siehst du mal, wie das ist, für Frauen!

 
 

All diese abstrusen Ansichten setzen eine einheitliche Gruppe „der Männer“ gegenüber einer einheitlichen Gruppe „der Frauen“ voraus.

So etwas gibt es nicht. Das nennt man Sexismus. In Wirklichkeit sind die Unterschiede innerhalb der Gruppe der Männer bzw der Frauen viel größer als zwischen Frauen und Männern...

Exkurs: aktuelle Diskussion um Freiwilligkeit von Sexarbeit; um Normalität von Pornografie; um Abwehr der Opferrolle von Frauen in der Sexindustrie.

 

 

Ja, ich habe davon gehört... >>> Nein, ich finde es dennoch nicht richtig. Es ist ein Ausdruck der Pornografisierung unserer Gesellschaft. Was ich daran schlecht finde? Ich, die ich Kunst mit Nackten mache??? Dass es nur noch um Praktiken geht. Um Aussehen. Dass der Mensch fehlt. Liebe will ich jetzt gar nicht sagen, die kommt ja noch vor. Aber die völlige Loslösung von Sex von der Persönlichkeit, von den Gefühlen, eine eiskalte Spaltung – und das gesamtgesellschaftlich anerkannt!

Mich friert.

 

Friesenheimer Insel ...

26. Dezember 2008

...an Weihnachten
   

 

Das war 2008 >>>

Gertrud Schrenk
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